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Rund um den Härdler

Ausgangspunkt:                             

Lennestadt-Saalhausen

 

Parkmöglichkeit:                           

Kur- und Bürgerhaus Saalhausen

 

Art:                                                   

Rundtour

 

Distanz:                                           

23,5 km

 

Höhenunterschied:                       

767 m

 

Dauer (reine Gehzeit):                   

  • 04:45 Std. [Tempo ist kein Taschentuch]
  • 06:00 Std. [Mittelmaß und etwas Gas]
  • 7:30 Std. [Genuss ist ein Muss]

Einkehrmöglichkeit:                     

Während der Tour keine, in Saalhausen Café Heimes

 

Highlights:                                     

  • Aussichtsberg Rossnacken („Törtchen´s Plätzchen“),
  • Härdler (höchster Berg im Kreis Olpe)
  • Fachwerkdorf Milchenbach

bevandert Tipp:                             

  • Reichlich Wasser und Proviant einpacken
  • Frühstarter sollten zusätzlich Kaffee und ein kleines Frühstück mit sich tragen

Digital tracking:

Die volle Tour findest Du bei outdooractive

Der aussichtsreiche Rossnacken

 Du parkst Dein Auto am Kur- und Bürgerhaus in Saalhausen oder nimmst die öffentlichen Verkehrsmittel und verlässt den Bus der Linie SB9 an der Haltestelle „Saalhausen Kirche“. Übrigens hält das Kur- und Bürgerhaus öffentliche Toiletten bereit, sollte diese Info für dich von Bedeutsamkeit sein.

 

Entlang der Lenne startest du flussabwärts und biegst nach wenigen Minuten in den Max-Lange-Weg nach links ab. Diesen verlässt Du auch direkt wieder, sobald Du die Straße „Auf der Jenseite“ erreichst und von dort an dem Rothaarsteig-Zubringer in Richtung Potsdamer Platz folgst, dem schwarzen Rothaarsteig Symbol auf gelbem Grund. Zunächst läufst du durch eine Wohngegend mit schönen Häusern und großen Gärten. Genieße das ursprüngliche Saalhausen bevor Du die Straße in Richtung Wald verlässt: Ein alter, hölzerner Wegweise gibt den Weg in Richtung „Hl. Born“ vor und in die gleiche Richtung ist auch bereits der „Härdler“ ausgeschildert. Links herum und Du bist auf dem richtigen Weg. Wie gefällt Dir eigentlich die Bank aus Skiern auf der gegenüber liegenden Seite?

 

Laufe auf dem breiten Forstweg weiter und Du bewältigst bald den kurzen, steilen Anstieg über ein Stück Teerstraße. Dann entscheidest du dich am Ende dieses knackigen Stücks für die rechte Abbiegung, auf das gelbe Rothaarsteig-Zeichen ist Verlass! Eine sehr scharfe Linkskurve schickt Dich auf einen schon bald lohnenswerten Panoramaweg. Genieße die Aussicht über Saalhausen und präge Dir auch gern die Namen der gegenüber liegenden Hügel ein, die die Infotafel auf diesem Weg bereithält. Dann bleib einfach weiter auf dem Weg, links wird schon bald ein Weg aus dem Tal auf Deinen treffen, den lässt du aber links liegen. Etwas später kommst du zu einem Spot auf der rechten Seite des Weges der Sitzmöglichkeiten bereithält. Zugegeben, die Aussicht ist etwas zugewachsen, aber schöne Fotos kannst du hier knipsen. Werfe doch mal einen Blick in das schwere Rothaarsteig-Buch, das dort platziert ist. Solltest du extra früh gestartet sein, kannst du Dich mental auf deinen Kaffee einstellen, er ist nur noch wenige Höhenmeter von Dir entfernt! Bleib nun ja nicht hier sitzen, egal wie verlockend es sein mag.

 

Die nächste Möglichkeit einer Abbiegung in Richtung links nimmst du nun bitte wahr. Du machst einen lohnenswerten Abstecher auf den Rossnacken. Aber bevor Du Dich auf den Weg dort hoch machst, möchten wir Dir etwas sagen: Nicht nur die Grundstücksbe

 

sitzer sonder auch die Natur liegen uns sehr am Herzen. Also, solltest Du diese einzigartige Aussicht in das Lennetal genießen wollen, dann verlasse diesen Ort mit all dem, was Du dorthin gebracht hast. Und solltest du Müll oder Unordnung vorfinden, kümmere Dich darum und fühl Dich dafür verantwortlich. Alle Wanderer, die nach Dir an diesen Ort gelangen inklusive uns werden es Dir danken. Und die Natur sowieso. Nun gut, nachdem Du den kurzen Abstecher links gemacht hast, siehst du zu deiner Rechten einen prächtigen Hochsitz und den Weg vor eben diesem nimmst du auch und erreichst das erste Highlight mit ganz sicher erhöhtem Puls. Willkommen auf dem Rossnacken oder wie die Einheimischen diesen Ort nennen: „Törtchen´s Plätzchen“. Haben wir zu viel versprochen? Breakfast with a view oder vielleicht dieses Mal auch nur eine kurze Fotopause für dich.

 

 


Kühler Heiligenborn

Dann läufst du wieder runter und kommst auf dem breiten Forstweg an dem du weiter in die ursprüngliche Richtung läufst. Der „Huckenpaul“ ist eine Kreuzung im Wald, hier nimmst du den linken Weg und folgst weiterhin dem gelben Rothaarsteig-Zeichen. Noch einen guten Kilometer bis zur "Heiligenborn Quelle". Du kommst schon bald an einer Schranke vorbei, dahinter ein malerisch im Buchenwald gelegener Teerweg. Den nimmst du in Richtung links und bist schon da: Heiliger Born! Sollte es am Tag deiner Tour sehr heiß sein, sei sicher: Hier findest du immer einen kühlen Platz vor. Im Herbst haben wir hier auch oft unsere Trinksysteme mit diesem heiligen Quellwasser aufgefüllt - praktisch! Im Sommer solltest du dich allerdings nicht darauf verlassen

Margaretenstein

Von nun an orientierst du Dich am nächsten Zwischenziel „Margaretenstein“ und folgst konsequent der Wegmarkierung „X6“. Auf wem Weg dorthin passierst du übrigens auch das Naturschutzgebiet Bärenloch. Wir haben hier allerdings bisher nie Bären getroffen, solltest Du mehr Glück haben, lass es uns gerne wissen. Der Margaretenstein bietet eine weitere Rastmöglichkeit und verfügt über eine kleine Schutzhütte, solltest Du zum Beispiel vom Regen überrascht werden.

 

Schlappe Beine aufgepasst! Solltest Du bereits merken, dass du sehr erschöpft bist oder Du in einer großen Gruppe unterwegs sein, bei der die Fitnesslevel stark variieren: Nun ist eine super Gelegenheit, sich für kurze Zeit zu trennen und diese Rundtour gegebenenfalls abzukürzen. Denn es folgt die Schleife über den Härdler, die sehr lohnenswert ist. Er ist nämlich der höchste Gipfel im Kreis Olpe. Aber wenn du dir diese Extrakilometer lieber erst das nächste Mal gönnen möchtest, haben jedenfalls wir vollstes Verständnis. Wanderer, die diese Abkürzung nehmen möchten kehren kurz um und folgen zurück am breiten Forstweg angekommen der Route in Richtung „Hühnerkamp“: Eine Schutzhütte mit Sitzmöglichkeit an der es sich gut auf den Rest der Gruppe warten lässt.

 

Härdler-Wanderer folgen weiterhin der Markierung „X6“. Eine abwechslungsreiche Vegetation von Nadel- und Laubwald führt uns zum Gipfel des Härdlers auf 756m ü. N.N.. Bitte verpasse diesen nicht, denn das Holzkreuz ist fast unscheinbar. Ein Foto muss trotzdem sein. Glückwunsch, du stehst am höchsten Punkt vom Kreis Olpe! Für heute hast Du nun fast den gesamten Anstieg gemeistert. Durch wunderschöne Heidelandschaft, gemischt mit Nadelbäumen, geht es abwärts. Du kommst an einem niedlichen Hüttchen vorbei, das zu Beginn eines großen Feldes Nachwuchs-Fichten steht. Der Sauerland-Kindergarten! Am Ende dieses Feldes biegst Du links in den Wald ein und triffst schon bald auf die Köhlerhütte mit urigem Moosdach. Würdest du dich trauen hier zu übernachten?


Hahnenkamp

Von hier aus folgst du dem nach links ansteigendem Forstweg mit der Markierung „A4“ bis du die Schleife schon fast wieder bis zum Margaretenstein vervollständigt hast. Du wirst von Wegweisern empfangen, die Dir den Weg in Richtung Milchenbach weisen. Hier folgst du für ein kurzes Stück weiterhin „A4“ bis dieser links abknickt. Du aber gehst weiter in Richtung Hühnerkamp. Sollte sich ein Teil deiner Gruppe vorhin verabschiedet haben und die Etappe über den Härdler ausgesetzt haben, triffst Du sie dort wieder. Die Wegmarkierung „L“ steht übrigens für den 77 km langen LenneWeg, eine Mehrtages-Rundweg durch den Naturpark Sauerland-Rothaargebirge, und bringt dich schnurstracks dorthin. Am Hühnerkamp kannst Du kurz durchschnaufen und einen kleinen Snack nehmen bevor du dich in Richtung Fachwerkdorf Milchenbach machst. Die Wegmarkierung „A2“ bringt dich dorthin, sobald sich waldauswärts die Möglichkeit ergibt, in Richtung Marienkapelle via „M6“ abzubiegen, kann man dieses schnucklige Örtchen unserer Meinung nach auch bestens mitnehmen. 

Milchenbach & Saalhausen

Du läufst durch den schönen Ort Milchenbach. Sicher kann man hier in örtlichen Gasthöfen einkehren und im Notfall auch eine Alternative zurück nach Saalhausen wählen (Taxi oder Bus, je nach Tageszeit) aber wir schlagen dir den folgenden Weg vor: Am Ortsausgang von Milchenbach, direkt am Wanderparkplatz mit weiterer Schutzhütte gelegen, orientierst du dich an den Wegweisern in Richtung Saalhausen und wanderst zwischen den schönen Weiden zu deiner Linken und Wald zu deiner Rechten. Schon bald passierst du eine recht neue Wanderbrücke und bleibst nach dieser ein kurzes Stück auf der geteerten Fahrstraße, bis der Radweg nach links in Richtung Saalhausen ausgeschildert ist. Dem folgst du ebenso für ein kurzes Stück - Markierung „S“, bevor ein Wanderpfad abknickt. Ein letzter Trail zurück nach Saalhausen, der dich quasi direkt zum Ausgangspunkt bringt. Dieser endet über den Viehweiden von Saalhausen und du kannst von dort aus bereits das Kur- und Bürgerhaus von der Rückseite aus sehen. Die Wege zwischen den Weiden kannst du von hier selbst erkennen und bist kurze Zeit später zurück am Auto.

 

Unsere Füße benötigen nach solch langen Touren oft eine Abkühlung. Du erinnerst dich an den Fluss zu Beginn der Tour? Wenn du die paar Meter noch schaffst, lauf sie und schreck deine Füße im kühlen Wasser ab.

selbstgemachtes Eis bei Café Heimes

Einkehrmöglichkeiten gibt es auch in Saalhausen einige. Unseren Liebling möchten wir dir natürlich nicht vorenthalten:

 

Gleich in der Nähe des Parkplatzes ist die traditionsreiche Bäckerei - Konditorei- Konfiserie Heimes, ein Mehrgenerationen-Betrieb, wo echtes Handwerk gelebt wird. Seit ein paar Jahren ist ein eigenes Eislabor hinzugekommen. Mal unter uns: Gönne dir einen großen Eisbecher der weit und breit besten Eiscreme und bevor du gehst: Pack dir noch ein Tütchen Müslibruch als Souvenir ein. Auf deiner nächsten Tour wirst du dich sicher darüber freuen, diesen im Rucksack zu haben. Oder du verschenkst ganz einfach mal was Schönes an deine lieben Wanderfreunde.

Unsere Fotografin

Viele der Bilder, die dich hier anstrahlen, wurden von Tine Schmidt geschossen. Wir finden sie hat so viel Talent. An dieser Stelle möchten wir ihr für ihren Einsatz danken.

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Thomas Vahland (Dienstag, 04 August 2020 20:31)

    Hallo ihr beiden,
    herzlichen Dank für Eure tolle Tourenbeschreibung. In leicht abgewandelter Form bin ich diese Tour bereits vor einiger Zeit einmal gegangen. Die tolle Aussicht vom Rossnacken kannte ich aber bislang noch nicht. Dorthin habe ich dank Euch nun ganz aktuell einen Abstecher hin gemacht. In meinem eigenen (nichtkommerziellen) Blogbeitrag https://experience-outdoor.de/per-pedes-von-aue-wingeshausen-nach-lennestadt-altenhundem/ habe ich gern auf Eure Tour verlinkt. Macht weiter so! Vielleicht sieht man sich ja mal in den heimischen Wäldern.
    Viele Grüße
    Thomas